Über kulturelle Bildung

Für Kreativität gibt es kein Rezept

Beobachtung aus acht Jahren praktischer Erfahrung im kulturellen Bildungsbereich

Kreativität ermöglicht uns, die Welt aus verschiedenen Perspektiven wahrzunehmen. Es ist die Auslotung und Sichtbarmachung von Potenzial. Ein kreativer Kopf ist in der Lage unterschiedliche Ansätze auszuprobieren und somit neue Lösungen zu finden. Für Kreativität gibt es kein Rezept. Kreativität ist weder eine Frage des Alters, noch kann sie mental erlernt oder beigebracht werden. Diese Fähigkeit wird in Freiräumen über das eigene Experimentieren und Spielen ausgebildet und der Schlüssel dazu liegt in der frühkindlichen Förderung.

Wenn Kinder spielen, sind sie ganz bei sich und bedürfen keinerlei Anweisungen von Außen, um ihre Geschichten weiterzuentwickeln. Sie erschließen sich die Welt spielerisch und erfinden im direkten Umgang mit ihr neue Welten und Wesen in natürlicher Selbstverständlichkeit. In kreativen Freiräumen probieren sie ihre Phantasie uneingeschränkt aus. Diese Fähigkeit schlummert als frühkindlicher Normalzustand in jedem Menschen. In einem zweiten Schritt lernen Kinder von ihren Eltern und Erziehern soziale Normen, sprich was geht und was nicht geht.

Kreativität ist Schlüsselkompetenz

Im späteren Berufsleben ist Kreativität eine höchstgefragte Schlüsselkompetenz für die Lösung komplizierter und qualifizierter Problematiken. Doch zugleich wird sie im verschulten Bildungssystem nur schwer vermittelt gar wegrationalisiert. Das zeigt sich unter anderem daran, dass im Bildungssystem für die Erlangung von Kreativität wenig Platz und Fördermittel existieren. Fächer, die kreative Kompetenzen fördern, wie Kunst, Musik und Sport, werden nicht zeitgemäß aufbereitet und weiterentwickelt vermittelt, sie finden oft nur halbjährlich oder gar nicht statt. Im westlichen Europa, in dem das Hauptgewicht in der bürgerlichen Wirtschaftsgesellschaft auf den beruflichen sprich der ökonomischen Verwertbarkeit von Bildungsinhalten liegt – haben es prozessorientierte Kontexte schwer. Kreative Fächer sind primär prozessorientiert und nicht ergebnisorientiert, ihre Ergebnisse im schulischen Kontext sind ausschließlich im „Rohzustand“ und daher schwer zu verwerten. So mancher Entscheidungsträger erkennt ad hoc nicht den Mehrwert, der sich dahinter verbirgt.

Der Wert kultureller Bildungsprojekte

Der Kern der kulturellen Bildung ist Freiräume zu schaffen und diese für die eigene Kreativität fruchtbar zu machen. Die Kunst ist im engeren Sinne als Kultur der Mittler. Die Hervorbringung anhand verschiedener Künste, wie Bildender Kunst, Tanz, Theater, Design steht alleine im Vordergrund. Dabei muss kein perfektes Ergebnis zur Präsentation entstehen – das Wachstum der Kinder innerhalb des Projekts steht im Mittelpunkt. Auch die Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Künste gilt nichts Anderem, um die Probleme von Morgen verstehen und lösen zu lernen – und nicht ausschließlich Formeln und Regeln anzuwenden – sondern diese praktisch und kreativ anzuwenden.

Wen möchte ich erreichen?

Das Angebot richtet sich an Schulklassen, Jugendtheatergruppen, Kindergärten oder kirchliche Träger. Dabei werden die Kinder und Jugendlichen als künstlerisch Handelnde und Produzierende begriffen, die sich einem zuvor abgesteckten Thema in einem abgestimmten Zeitraum widmen. Es werden Inhalte vermittelt und praktisch herangeführt. Die kreativen Ansätze sollen ausprobiert werden. Besonders gute Erfahrungen habe ich mit dreitägigen Workshops oder einer Projektwoche gemacht. Meine Rolle ist dabei das Projekt anzuleiten und den Freiraum zu schaffen, der die kulturelle Teilhabe ermöglicht.

Projekte im kulturellen Bildungsbereich 2014 - 2018

Peter Pan

Partitur

BOOM | Der Baum

Exil

Gottesbilder

Blind Chicken! No parents, no police!

Stille Post Theater