Soziale Skulptur | Unser kleines Plastikgeheimnis

mid 2020

Kunststoffverpackungsabfälle an indonesischen Stränden

Verpackungsmüll aus Plastik an indonesischen SträndenBali Indonesien hat ein großes Problem mit verschmutztem Wasser und Stränden. Die Küstengebiete werden mit Kunststoff in allen Formen und Farben überflutet – auch die Verpackungen deutscher Produkte sind zu finden…. Die soziale Skulptur Unser kleines Kunststoffgeheimnis ist in Vorbereitung und soll 2020 in Indonesien entstehen. Ziel des Projekts ist es, das Potenzial der Skulptur zu identifizieren, zu nutzen und zu transformieren. Diese Transformation ist unser zentraler Fokus.
Es ist an der Zeit, unser Verständnis von Skulptur grundlegend zu überdenken. Kunststoff ist auch ein Rohstoff für die Energieerzeugung! Nur wenn die Menschen verstehen, dass das, was sie wegwerfen, „wertvoll“ ist, kann die zunehmende Verschmutzung der Umwelt reduziert werden. Wenn man weit genug zurücktreten könnte, könnte man sogar eine wertvolle Sammlung von Müllproben machen. Wenn eine Umbewertung stattfindet, so kann das Müllsammeln am Strand zum freiwilligen Muschel- & Bernsteinsammeln werden!

Impulse

Die Idee begann an den stark verunreinigten Stränden von Bali: Die Umgebung wurde von Plastikflaschen, weggeworfenen Flip-Flops und Verpackungen überblickt. Unter Wasser war es schlimmer, denn es gab mehr buntes Plastik als Fische, die um mich herum schwammen. Da wurde mir klar, dass das Ausmaß während der Regenzeit sichtbarer ist, da der Regenabfluss den Kunststoff an die Küsten spült.
Jeder von uns als Einzelner muss verstehen, dass das uns vertraute Verbraucherverhalten nicht mit einer intakten Umwelt vereinbar ist. Bis 2050 werden es statistisch gesehen drei Kunststoffflaschen für jeden Fisch in unseren Ozeanen geben, wenn wir unser „modernes“ Verbraucherverhalten nicht einschränken.

Jimbaran auf Bali

Kunst schafft Mehrwert und stärkt lokale Communities

Die Installationen sollen temporär sein, denn im Idealfall wird es eine Partnerkooperation geben, die weiterhin mit der Skulptur arbeitet und sie weiter transformiert. Kunststoff besteht aus Erdöl und es gibt heute mobile Lösungen, um es wieder in Diesel, Kerosin oder Benzin umzuwandeln. Eine endgültige Umstellung auf einen dieser Rohzustände wäre ideal. Eine mögliche Partnerschaft wäre mit Blest aus Kanagawa Japan, der ein Verfahren zur Rückumwandlung von Kunststoff in Öl entwickelte. Wir werden nach Teilnehmern aus der betroffenen Region suchen. Menschen, deren Leben sich durch dieses Problem verändert hat.
In koordinierten Gruppen wird Plastik von den Stränden gesammelt und dann nach Farben sortiert. Dieses Material dient dann als Grundlage für eine künstlerische Diskussion in Form einer großen Installation im öffentlichen Raum. Die großen Kunststoffobjekte & Skulpturen werden zu einer Attraktion. So wird das Thema in frischer und nicht didaktischer Form in der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Gleichzeitig können Veranstaltungen wie Vorträge, Filmvorführungen und Informationsaustausch organisiert werden, die die öffentliche Debatte in der betroffenen Gemeinde anregen. Die Menschen, deren Heimat eine internationale Müllhalde geworden ist, werden anerkannt.
Die Kunst spielt dabei eine unverzichtbare Rolle, denn durch die eigene künstlerische Auseinandersetzung mit der „wertlosen“ Skulptur erhält sie den wahren Wert der Zugehörigkeit zu ihr. Für die Teilnehmer*innen wird dies auch zu einer wichtigen Gemeinschaftsaufgabe. Diese Art von Erfahrung fördert die Neubewertung der eigenen Sichtweise und lässt ein neues Bewusstsein entstehen.

Netzwerk und Finanziereng:

Das Projekt befindet sich in der Vorbereitungs- und Förderphase. Werden Sie unser Förder*in und helfen Sie uns, das Projekt zu realisieren!

 

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